Christa Weidner

Foto: Christa Weidner

Was ist Deine Vision von New Work?

 

Eine Arbeit, die keine Arbeit ist, sondern ein wichtiger Teil des Lebens.
Eine Arbeit, die Freude macht und Erfüllung bringt.

 

Wie gehst Du vor dieser Vision näher zu kommen?

 

Als selbstständige IT-Beraterin stehe ich in einem extremen Spannungsverhältnis. Zum einen die Kunden, die nach „alten Modellen“ ticken und das auch von mir fordern. Und zum anderen die rechtliche Situation um die Scheinselbstständigkeit, die etwas Anderes fordert.

 

Ich selbst bin dieser Vision für mich selbst schon sehr nahegekommen, aber kann sie nicht konsequent umsetzen, ohne Gefahr zu laufen, Kundenaufträge zu verlieren. Mein Weg geht dahin, dass meine Kunden Nutznießer dieser Vision werden, wenn Sie mich arbeiten lassen, wie es für mich gut ist, und damit auch unseren gemeinsamen Zielen. Über mein Engagement unter dem Titel Freelance IT, das mit dem gleichnamigen Buch startete, versuche ich das in die Herzen der Selbstständigen, ihrer Auftraggeber und Kunden zu bekommen. Die Rechtsunsicherheit bei der Scheinselbstständigkeit, die sich zum 1.4. nochmals verändern wird, ist hier konkreter Anlass für alle Beteiligte, um etwas zu tun.

 

Unermüdlich bin ich seit 2 Jahren auch öffentlichkeitswirksam tätig: schreibe Artikel, halte Vorträge und spreche mit Beteiligten. Und erkenne, dass langsam einiges in Bewegung kommt, Ideen aufgegriffen und realisiert werden. Mit einem Angebot konkreter Lösungen, die das Heute komplett auf den Kopf stellen, rette ich die Selbstständigkeit vor dem Aussterben.

 

Stärken ist das Grundprinzip, mit dem ich unterwegs bin. Gerade wir Selbstständigen müssen darauf achten, dass wir unsere Employability, also Beschäftigungsfähigkeit über den gesamten Erwerbszeitraum erhalten. Für uns als Selbstständige ist das schwieriger, weil wir neben unserer reinen Arbeitszeit ja auch noch die gesamte Administration erledigen müssen. Dazu kommt, der ständige Projektmodus, der viele Krisenphasen enthält und sehr anstrengend ist. Wir verzichten auf viel Sicherheit, aber müssen an dieser Stelle auch die Freiheiten nutzen können, die dieses Modell bieten kann.

 

Dabei sehe ich uns auch als Vorbild für die klassischen Unternehmen. Ich arbeite z.B. in der Regel für Konzerne, die in klassischer Manier funktionieren. Da bin ich der Exot, der vieles auf den Kopf stellt und zeigt, was möglich ist: Arbeiten vom Home-Office aus oder von jedem anderen Ort der Welt, der Verzicht auf einen festen Arbeitsplatz usw. Dinge anders tun, um andere Ergebnisse zu erzielen. Das erfordert Empathie, Mut und manchmal auch ein dickes Fell. Halt‘ ein Systemrebell sein.

 

Was rätst Du Menschen, die den ersten Schritt gehen wollen?

 

Zunächst einmal für sich selbst Klarheit gewinnen, was man will und wie man es will. Und dann erfordert es Mut und auch Stärke, um dem treu zu bleiben. Das wird jedoch nur dann funktionieren, wenn man gleichzeitig auch gute oder sogar außergewöhnlich gute Ergebnisse abliefert. Sonst läuft man mit dem Kopf gegen die Wand und liefert den Gegnern einer New Work Argumente, warum alles so bleiben muss, wie es ist.

 

Ich baue zunächst das Vertrauen auf und bewege mich dann Schritt für Schritt auf dem Pfad eines New Workers. Überrasche dabei immer wieder positiv mit unerwarteten Ergebnissen oder Ideen, die dann auch meist realisiert werden. Wenn New Work sichtbare Vorteile liefert, dann fallen die Widerstände. Und so wird man zum Vorbild, dass dann auch gerne nachgeahmt wird. 

 

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